Siege in Pfaffenhofen für Emmanuelle Vergé und Jonas Limmer,

Bettina Englisch und Julien Grunert

Tollen Sport erlebten zahlreiche Zuschauer beim 15. Zabergäu-Lauf in Pfaffenhofen. Beim 10,5-km-Lauf, der mit den Events in Nordheim und Brackenheim den Zabergäu-Cup-Serie bildet, triumphierte Julien Grunert (Reha-Fit-Bauland) in 36:52 Minuten. Bei den Frauen wurde Bettina Englisch (team g.weber-bau) ihrer Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht. Ihre Zeit: 41:07. Bei der Dinosaurier Challenge mit 18,5 km und 350 Höhenmeter verteidigte Jonas Limmer (Team AR Sport) seinen Vorjahrestitel und legte dabei mit 1:10:22 Stunden erneut eine bärenstarke Leistung hin. Limmer reizt jetzt der Dino-Hattrick: „Das ist ein Grund, nächstes Jahr wieder zu kommen.“ Bemerkenswert ist auch die Zeit von Frauensiegerin Emmanuelle Vergé (TV Bretten Night 52), die nach 1:26:02 die Ziellinie überquerte. Der 16. Zabergäu-Lauf wird am 28. April 2018 gestartet.

Bei der 15. Austragung erreichten die Veranstalter – TSV Pfaffenhofen, Sportförderverein, Gemeinde Pfaffenhofen – zum 14. Mal eine Finisherzahl von über 500. Insgesamt 515 Läuferinnen und Läufern überquerten die Ziellinie. Das prächtige Laufwetter schlug bei den Nachmeldungen positiv zu Buche. 110 Kurzentschlossene verwandelten am Veranstaltungstag die Meldezentrale in der Wilhelm-Widmaier-Halle in einen Taubenschlag.

Beim Dino sorgte mit dem Schweizer Thomas Sedelmaier (Velo-Club Kaisten/1:13:07) ein Vertreter der Ü50-Altersklasse mit Platz 2 für einen Paukenschlag. Ein Läufer-Unikum ist auch Erich Hofstätter. Der Ü60-Läufer wurde in tollen 41:37 Fünfter in der Gesamtwertung über 10,5 km.

Die Top 3 über 5,5 km: Männer: 1. Hannes Erath (Tri-Team Heuchelberg) 19:01 Minuten; 2. Sören Drotleff (TSV Nordheim) 19:18; 3. Dominik Lösch (Team AR Sport) 19:52. – Frauen: 1. Grit Schaller (Team AR Sport) 23:05; 2. Melanie Schramm (FSS Besigheim) 23:08; 3. Lysandra Hinze (SC Oberes Zabergäu) 25:04.

Die Top 3 im 1,5-km-Jugendlauf: Jungen: 1. Niklas Hermann 5:36 Minuten; 2. Adrian Grün 5:48, 3. Dominic Wettemann 5:48. – Mädchen: 1. Johanna Uhland (TSV Pfaffenhofen) 5:53; 2. Chiara Rothfuß (Kürnbach) 5:55; 3. Dorothea Jaschin (Spfr Stockheim) 5:57.

Ein Überraschungsgast aus der Schweiz

Der grandiose Auftritt von Thomas Sedelmaier sorgte auch zu vorgerückter Stunde noch für Gesprächsstoff in der Sommerhalle des TSV Pfaffenhofen. Der 49-jährige Schweizer, den die Liebe immer wieder nach Güglingen verschlägt, hatte nur eine Woche zuvor in Irland einen Marathon in 2:50 Stunden heruntergespult, wie er nach seiner Zielankunft Moderator Dietmar Bronner verriet. Rund 80 Trainingskilometer bewältigt Sedelmaier pro Woche. Sein Lebensmotto: „Das Wichtigste ist, sich immer wieder neue Ziele zu setzen.“

Der Dino hat ihm alles abverlangt: „Der ist sehr hart zu laufen, aber man muss taktisch vorgehen.“ Die Steigung zum Weißen Steinbruch ist Sedelmaier „nur marschiert, um Körner zu sparen“. Als Mann der Berge kennt er sich aus und klärt die Flachlandtiroler augenzwinkernd auf: „Wenn du oben bist, geht es auch wieder runter.“ Und da ließ es der Schweizer auf der Gefällstrecke des Gucker volle Kanne laufen. Im Stromberg hat es ihm richtig Spaß gemacht. „Ihr müsst Werbung machen: Das ist doch ein idealer Vorbereitungslauf für den Trollinger-Marathon in Heilbronn“, so seine Einschätzung. Am Ende wurde Sedlmaier nur vom halb so alten Jonas Limmer abgehängt.

Die nächsten Ziele des Eidgenossen: Mannheim-Marathon und Triathlon-Challenge in Heilbronn jeweils im Juni, Jungfrau-Marathon in der Schweiz mit 2000 Höhenmetern. Ein außergewöhnlicher Athlet setzt sich ein außergewöhnliches Ziel: eine Zeit von unter vier Stunden!

Homepage präsentiert sich in neuem Erscheinungsbild

Rechtzeitig für den Endspurt zum 15. Zabergäu-Lauf präsentierten die Veranstalter die Homepage in völlig neuem Gewand. Peter Horak (IT Service/Brackenheim-Botenheim), Spezialist für Webdesign, hat für  www.zabergaeulauf.de in Rekordtempo einen modernen, übersichtlichen und eleganten Auftritt kreiert. Interessenten wünschen wir viel Spaß beim Durchstöbern der einzelnen Menüpunkte.

Blick vom Weißen Steinbruch: Das Läuferband zieht sich über den Weinbergen oberhalb vom Rodbachhof entlang. Bild: Werner Stuber